BSkyB erstmals seit fünf Jahren wieder in Gewinnzone

22. August 2003, 16:25
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Experten rechnen weiter mit Profitabilität

Der Satelliten-Fernsehsender British Sky Broadcasting (BSkyB) ist auf Grund starken Kundenwachstums nach fünf Jahren erstmals wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Wie der Sender des Medienkonzerns von Rupert Murdoch am Dienstag in London mitteilte, lag das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen im Geschäftsjahr 2002/2003 (30. Juni) bei 260 Millionen Pfund (369 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum war ein Verlust von umgerechnet 31 Millionen Euro verzeichnet worden. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 3,1 Milliarden Pfund (4,3 Milliarden Euro).

BSkyB, der größte britische Bezahlfernseh-Anbieter, führte das Ergebnis in erster Linie auf starkes Kundenwachstum zurück. Im letzten Geschäftsquartal bis Ende Juni seien 133 000 neue Abonnenten hinzugewonnen worden. Der Kundenstamm liege jetzt bei 6,8 Millionen BSkyB-Chef Tony Ball geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Zahl der Abonnenten bis Ende dieses Jahres die sieben Millionen-Grenze überschreiten wird. Angesichts der Tatsache, dass bisher nur etwa 50 Prozent der britischen Haushalte Satelliten-Fernsehen haben, sei das "Potenzial für Wachstum groß", sagte Ball.

Die BSkyB-Aktien, die am Montag den höchsten Stand seit 14 Monaten erreichten, fielen jedoch 1,4 Prozent auf 714 Pence. Der Sender hatte zuletzt 1998 schwarze Zahlen geschrieben. Der Start des Konkurrenten ITV Digital beschwor jedoch einen harten Verdrängungswettbewerb herauf, bei dem ITV schließlich unterlag und im vergangenen Jahr eingestellt wurde. Experten sind zuversichtlich, dass BSkyB nun in den kommenden Jahren immer profitabler werden kann. (APA/Reuters/dpa)

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