Deutsche Mobilcom schafft auch im Mobilfunk Ertragswende

19. August 2003, 10:10
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Sowohl im Halbjahr als auch im Quartal ein Reingewinn von 4,1 Mio. Euro nach hohen Verlusten vor Jahresfrist

Die im vergangenen Jahr knapp der Pleite entgangene mobilcom AG hat im Kerngeschäft als Anbieter von Diensten anderer Mobilfunkunternehmen die Ertragswende geschafft.

Betriebsgewinn von 31,1 Mio. Euro

Wie mobilcom am Dienstag mitteilte, erzielte der Konzern im zweiten Quartal einen Betriebsgewinn von 31,1 Mio. Euro, nachdem im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch ein Verlust von 18,8 Mio. ausgewiesen wurde. Dabei schrieb der Konzern im so genannten Service-Providing-Geschäft einen Betriebsgewinn von 13,5 Mio. Euro nach 21,5 Mio. Euro Verlust im Vorjahr. Trotz eines deutlichen Rückgangs der Kundenzahl im Mobilfunk um 600.000 auf 4,2 Mio. im Vergleich zum Stand zu Jahresanfang habe sich der Umsatz leicht auf 329 Mio. Euro von 321 Mio. im vorangegangenen ersten Quartal erhöht. Dies führte mobilcom auf einen höheren Umsatz pro Kunden zurück.

Unter dem Strich erreichte mobilcom sowohl im Halbjahr als auch im Quartal einen Reingewinn von 4,1 Mio. Euro beziehungsweise 3,6 Mio. Euro nach hohen Verlusten vor Jahresfrist. Auf Grund erwarteter Kosten für ein geplantes Programm zur Kundengewinnung im vierten Quartal kündigte mobilcom einen Rückgang des Konzernergebnisses an. Gleichzeitig bekräftigte das Büdelsdorfer Unternehmen aber seine Prognose, wonach der Konzern im Gesamtjahr einen Betriebsgewinn plant.

Wesentliches Ziel seiner Sanierung erreicht

Mobilcom hatte bereits im ersten Quartal die Gewinnschwelle erreicht damit ein wesentliches Ziel seiner Sanierung erreicht. Von Jänner bis März war ein kleiner Gewinn vor Steuern und Zinsen von 0,1 Mio. Euro erzielt worden. Ursprünglich hatte mobilcom erst für das gesamte erste Halbjahr die Rückkehr in die operative Gewinnzone angekündigt.

Ein Streit der beiden Hauptaktionäre Gerhard Schmid und France Telecom über die Investitionen beim Ausbau des UMTS-Mobilfunks hatte mobilcom im vergangenen an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht. Die Pleite wurde mit Hilfe eines Sanierungskredits mehrerer Banken und der France Telecom abgewendet. Als Teil der Verträge mit einem Bankenkonsortium hat sich mobilcom verpflichtet, seine profitable Internet- und Festnetztochter Freenet zu verkaufen. Derzeit sucht mobilcom aber nach Wegen, an der Beteiligung festzuhalten und die Kredite trotzdem zu bedienen.(APA/Reuters)

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