"Menschliche Schutzschilde" sollen in USA Strafe zahlen

13. August 2003, 12:58
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Jeweils 10.000 Dollar - Zwölf Jahre Haft drohen

Miami - Die als "menschliche Schutzschilde" nach Irak gereisten US-Bürger sollen einem Zeitungsbericht zufolge jeweils 10.000 Dollar (8850 Euro) Strafe zahlen. Dies habe ihr das US-Finanzministerium als außergerichtlichen Vergleich für die Verletzung von US-Sanktionen angeboten, zitierte die "Sarasota Herald Tribune" am Montag die 62-jährige Faith Fippinger. Bei einem Prozess drohten ihr im Fall einer Verurteilung wegen der Verletzung des Reiseverbots laut Ministerium bis zu zwölf Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von einer Million Dollar.

Sie werde das Geld nicht bezahlen, sagte die Kriegsgegnerin dem Blatt. In einem Antwortschreiben an das Finanzministerium berief sich Fippinger auf ihr Recht der Bewegungsfreiheit und ihre "Sorge um das Leben auf Erden". Vor dem Irak-Krieg waren dem Bericht zufolge im Frühjahr rund 300 Friedensaktivisten nach Irak gereist, um gegen die drohenden Angriffe der USA zu protestieren. Unter ihnen befanden sich demnach 20 US-Bürger. (APA)

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    Menschliche Schutzschilde in Aktion

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