Aus Namibia für einen Tag

12. August 2003, 18:20
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Nur ein Abgeordneter wird bei Sitzung des Nationalrats nicht dabei sein - Kosten für Sondersitzung nicht eruierbar

VP-Abgeordneter Klaus Auer sticht heraus. Er wird, glaubt man den Parlamentsklubs, der Einzige sein, der nicht an der Sondersitzung teilnimmt. Er konnte nicht erreicht werden. Der Rest kommt, egal woher: Sabine Mandak (Grüne) reist aus Spanien an und Christian Puswald (SPÖ) sogar aus Namibia, um nur zwei zu nennen. Zahlen dürfen sich die Mandatare das selbst, das Parlament finanziert nur die Anreise vom Heimatort.

Ironisch nahm es Grünen-Bundessprecher Alexander Van der Bellen: Er meinte, Politiker sollten "zwangsweise" fünf oder sechs Wochen auf Urlaub geschickt werden, "damit sie in sich gehen können". Ohne Handy, versteht sich.

Nicht eruierbar scheinen die Kosten der Sondersitzung zu sein. Es gebe keine präzise Kostenrechnung, heißt es dazu aus der Parlamentsdirektion. Und so wurde spekuliert. Die VP will von 300.000 Euro wissen, für die FPÖ reicht die Hälfte, und in der SPÖ, die die Sitzung verlangt hat, ist es quasi gratis. (pm/DER STANDARD, Printausgabe, 12.8.2003)

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