"Man sieht bereits mit freiem Auge, was los ist in den Alpen"

11. August 2003, 14:03
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Grüne fordern dringend Maßnahmen zum Klimaschutz

Wien - Dringende Maßnahmen zum Klimaschutz hat der Grüne Bundessprecher Alexander Van der Bellen am Montag als Konsequenz aus der Hitzewelle in Europa und dem Schmelzen der Gletscher gefordert. "Wann, wenn nicht jetzt", sagte Van der Bellen in Anlehnung an den Wahlslogan der ÖVP.

Bei seinem Urlaub in Tirol habe er festgestellt, dass auf den Gletschern nur noch blankes Eis und kein Schnee mehr zu sehen sei. "Man sieht bereits mit freiem Auge, was los ist in den Alpen", erklärte der Grüne Bundessprecher in einer Pressekonferenz.

Klimaschutzpakete in der EU seien dringend nötig. Österreich könne zwar nicht alleine gegen den Treibhauseffekt vorgehen, "wir müssten aber gewaltig unsere Stimme erheben" in Europa für Klimaschutzmaßnahmen, forderte Van der Bellen. Für ihn erhebt sich nicht mehr die Frage, ob die Kyoto-Protokolle verwirklicht werden, sondern ob sie ausreichend sind oder "radikalere Maßnahmen" nötig seien. Als Beispiel schlug Van der Bellen vor, die Wärmedämmung ihm Wohnbau zu verbessern. Hier wären mit relativ geringem finanziellem Einsatz starke Ergebnisse zu erzielen. (APA)

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