Es könnte noch der heißeste Sommer seit Beginn der Messungen werden

15. Dezember 2003, 18:29
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Rekordverdächtig ist auch die schiere Zahl der heißen Tage

Wien - Durch die bisherige Augusthitze und die noch zu erwartenden heißen Tage könnte dieser klimatologische Sommer am 1. September als der wärmste seit Beginn der Messungen eingestuft werden. Dies gab die Hohe Warte in Wien am Montag bekannt.

Rekordverdächtig ist auch die Zahl der heißen Tage (mindestens 30 Grad Celsius) in vielen Teilen Österreichs. Graz hat mit 37 derartigen "Grenzwertüberschreitungen" den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2001 (31) regelrecht pulverisiert und führt überlegen vor Innsbruck, Wien und Klagenfurt mit je 29 heißen Tagen. Sogar das Schlusslicht Bregenz hat mit einem Wert von 15 den bisherigen Rekord aus dem Jahr 1992 eingestellt. Und dabei können die meisten Landeshauptstädte laut Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik noch mit drei bis vier zusätzlichen heißen Tagen rechnen.

Dabei dürfte die Quecksilbersäule in den nächsten Tagen aber nicht über 37 Grad Celsius klettern - was in das bisherige Bild des Sommers passt, der im Gegensatz etwa zu Deutschland oder Großbritannien keine neue Hitzerekorde brachte: Die bisher höchste Temperatur des Sommers wurde mit 36,4 Grad am 4. August in Stockerau gemessen. Damit ist man weit vom Rekordwert - 39,7 Grad am 27. Juli 1983 in Dellach im Drautal - entfernt. Auch der Maximalwert des Vorjahres - 36,8 Grad am 26. Juni in Leibnitz - konnte heuer nicht erreicht werden.(APA)

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