Afghanische Frauen protestieren für Ausweitung des ISAF-Einsatzes

17. August 2003, 22:28
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Kritik: Soldaten müssten besser zwischen Zivilisten und Feinden unterscheiden

Kabul - Rund eintausend afghanische Frauen haben am Samstag in Kabul für eine Ausweitung des internationalen Truppeneinsatzes in Afghanistan demonstriert. Die Schutztruppe ISAF oder auch die NATO müssten im ganzen Land für Frieden und Sicherheit sorgen, erklärten die 30 Frauengruppen, die zu der Kundgebung aufgerufen hatten. Außerdem müssten die internationalen Soldaten lernen, besser zwischen Zivilisten und ihnen feindlich gesinnten Kräften zu unterscheiden. In der Provinz Paktika im Südosten Afghanistans gerieten US-Truppen am Samstag unter Raketenbeschuss und erwiderten das Feuer.

Das Kommando über die ISAF wird am Montag an die NATO übergeben. Die Schutztruppe ist bisher nur in der Hauptstadt selbst und ihrer unmittelbaren Umgebung aktiv. Die USA fahnden im Süden und Osten des Landes nach ehemaligen Taliban und mutmaßlichen El-Kaida-Kämpfern. Am Samstag schlugen in der Nähe des Stützpunktes Shin, 220 südlich von Kabul, sechs Raketen ein, ohne Schaden anzurichten, wie US-Oberst Rodney Davis auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram mitteilte. (APA)

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    Demonstration des "Afghanischen Frauennetzwerkes" in einem Park in Kabul
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