Kongo: UN-Mission soll in gesamter Ituri-Region verteilt werden

13. August 2003, 18:26
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UN-Vertreter: Mandat so robust wie das der EU-Truppe in Bunia

Kampala - Die erneuerte UN-Friedenstruppe für die Demokratische Republik Kongo (MONUC) soll in der gesamten Bürgerkriegsprovinz Ituri verteilt werden. Es sei ein neuer Aufstellungsplan in Arbeit, sagte der UN-Vertreter in Kongo, William Lacy Swing, am Montag nach einem Treffen mit dem ugandischen Vizepräsidenten Gilbert Bukenya in Kampala. Er könne noch keine Details nennen. Aber vorgesehen sei die Präsenz der MONUC in der gesamten Ituri-Provinz.

Das Mandat sei so ausgelegt, dass die Truppe die notwendige Stärke zur Stabilisierung der Region habe. "Es wird genauso robust sein wie das Mandat der in Bunia stationierten EU-Eingreiftruppe", sagte Swing. Bis zum 1. September würden zur Verstärkung der MONUC 2000 weitere Soldaten eintreffen. Die MONUC soll die im Juni stationierte EU-Truppe ersetzen, deren Präsenz in Bunia nur für einen Übergangszeitraum vorgesehen war.

Am Montagmorgen hatte mit der Ankunft von 250 Soldaten aus Bangladesch die Stationierung des Hauptkontingents der ausländischen Einheiten in Ituri begonnen. Die bisher in der Region stationierten 700 Blauhelmsoldaten aus Uruguay hatten mit ihrem schwachen Mandat, das sie nicht zu Kampfhandlungen berechtigt, die blutigen ethnischen Konflikte zwischen Hema und Lendu nicht stoppen können.

Ein robustes Mandat ermächtigt die MONUC nun, nicht nur sich selbst, sondern auch die Zivilbevölkerung notfalls mit Waffengewalt zu schützen. Laut UN-Vertreter Swing sollen zudem französischsprachige Soldaten in die MONUC integriert werden, um die Kommunikation mit den Einheimischen zu erleichtern. Seit 1999 wurden im Bürgerkrieg in Ituri rund 50.000 Menschen getötet. (APA)

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