Israelische Armee stoppt "Shalom-Ahshav"-Info-Tour für Journalisten

22. August 2003, 16:35
posten

Gebiet im Gazastreifen zur "geschlossenen militärischen Zone" erklärt

Die israelische Armee hat am Montag eine Gruppe ausländischer Journalisten an der Fahrt durch den Gazastreifen gehindert. Die Journalisten wollten sich unter Führung der Friedensbewegung "Shalom Ahshav" (Frieden jetzt) über den Bau jüdischer Siedlungen informieren. Als der Bus mit den Journalisten am Übergang Kissufim im Süden des Gazastreifens eintraf, erklärte die Armee das Gebiet zur "geschlossenen militärischen Zone". Die ausländischen Medien protestierten daraufhin bei der Armeeleitung.

"Shalom Ahshav" hat der israelischen Regierung vorgeworfen, den Ausbau der umstrittenen jüdischen Siedlungen im Gazastreifen und im Westjordanland voranzutreiben und dadurch den Nahost-Friedensprozess zu blockieren. Die Regierung von Ariel Sharon hatte vor kurzem eine Ausschreibung für den Bau von 22 Wohneinheiten in dem israelischen Siedlungsblock veröffentlicht.

Nach Angaben von "Shalom Ahshav" sind im Gazastreifen etwa 7000 israelische Siedler registriert. Nach Informationen der Friedensbewegung haben während des seit fast drei Jahren andauernden Palästinenseraufstands vermutlich Tausende ihre Siedlungen verlassen. (APA/dpa)

Share if you care.