Iran will mutmaßliche El-Kaida-Mitglieder vor Gericht stellen

12. August 2003, 14:05
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Auslieferung Verdächtiger wahrscheinlich nicht möglich

Teheran - Der Iran will mehrere inhaftierte mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation El Kaida vor Gericht bringen. Sollte die Staatsangehörigkeit entsprechender Gefangener nicht festzustellen sein und kein anderes Land einen Auslieferungsantrag stellen, müsse den Inhaftierten im Iran der Prozess gemacht werden, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Montag in der Hauptstadt Teheran. Bisher hatte der Iran darauf beharrt, mutmaßliche Terroristen auszuliefern oder zumindest auszuweisen und nur Verdächtige vor Gericht zu bringen, die "gegen die nationale Sicherheit" verstoßen hätten.

Der Iran hält vermutlich unter anderem zwei ranghohe El-Kaida-Mitglieder gefangen, denen ihre ursprüngliche Staatsangehörigkeit aberkannt wurde. Bisher bestätigte die iranische Regierung lediglich, dass sie einige "wichtige" Mitglieder der Organisation gefangen hält. Neben dem aus Saudiarabien stammenden Sohn des El-Kaida-Chefs Osama bin Laden, Saad bin Laden, soll auch der ursprünglich kuwaitische Sprecher der Terrorgruppe, Suleiman Abu Ghaith, in iranischer Haft sein. (APA)

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