US-Gericht lenkt bei P2P-Klagen ein

19. August 2003, 10:03
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Universitäten müssen die Daten der Studenten, die Tauschbörsen nutzen, nicht herausgeben

Laut einem Artikel bei CNet hat ein US-Gericht die Klagen der Recording Industry Association of America (RIAA) gegen Tauschbörsen-User blockiert.

Daten müssen nicht sofort preisgegeben werden

Ein Gericht in Massachusetts hat einige Klagen gegen Tauschbörsen-Nutzer an Universitäten blockiert, in dem die Entscheidung getroffen wurde, dass die betroffenen Universitäten nicht sofort und auf Druck der RIAA die Daten ihrer Studenten preisgeben müssen. Diese Entscheidung fiel kurz nachdem das renommierte Massachusetts Institute of Technology (MIT) und das Boston College bekannt gaben, dass die Anfragen der Musikindustrie bezüglich der Daten der Studenten rechtlich nicht einwandfrei seien.

Kurze Atempause

Die richterliche Entscheidung gibt nun den Universitäten und den betroffenen Studenten eine kleine Atempause. Der Einspruch der Universitäten beruht darauf, dass die Klagen der RIAA am falschen Gericht eingereicht wurden. Die RIAA wird nun also bei anderen Gerichten die Klagen nochmals einreichen müssen. Ein Ende der Klagsserie lässt sich daraus also bei weitem nicht ableiten.

"Wir reichen die Klagen ein, wo das Gericht will"

"Wir werden die Klagen einreichen, wo immer das Gericht es haben will", so ein Sprecher der RIAA nach der Entscheidung in Massachusetts. "Das ist nur eine kleine Ungereimtheit im Prozedere und wir uns nicht von unserem Weg abbringen", so der Sprecher weiter.

"Hoffnung für Andere"

Im Interview nahm Cindy Cohn, Direktor der US-Bürgerechtsinitiative Electronic Frontier Foundation zu der Entscheidung des Gerichts Stellung: "Ich hoffe, diese Entscheidung gibt auch anderen Usern Hoffnung. Die Entscheidung wird es auch für andere Leuten einfacher machen bei Problemen mit den Klagen der RIAA vor Gericht Hilfe zu suchen".(red)

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