Sharon berät mit Militärs über Vergeltung

11. August 2003, 06:45
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Luftwaffe zu Angriffen auf Hisbollah-Stellungen ermächtigt

Jerusalem - Nach den jüngsten Angriffen der schiitischen Hisbollah-Miliz auf israelische Stellungen im Grenzgebiet zum Libanon hat der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon mit hochrangigen Militärs eine mögliche Vergeltung erörtert. Die Armeevertreter hätten Scharon am Sonntag für den Fall neuer Angriffe der Hisbollah mehrere "mögliche Vergeltungsmaßnahmen" unterbreitet, verlautete am Abend aus israelischen Sicherheitskreisen. Bei dem Treffen habe Sharon der Luftwaffe grundsätzlich erlaubt, "punktuelle" Luftangriffe zu fliegen. An dem Treffen in Jerusalem nahm auch der israelische Generalstabschef Mosche Jaalon teil.

Israel könne angesichts der Angriffe nicht "die Arme verschränken", wolle aber auch keine Eskalation der Gewalt mit Syrien und Libanon, sagte ein israelischer Vertreter. Die US-Regierung sei darüber informiert worden und Israel habe die volle Unterstützung Washingtons. Bei dem Angriff der Hisbollah wurden am Sonntag ein israelischer Jugendlicher getötet und fünf Israelis verletzt. Die Spannungen in der Grenzregion wachsen seit Tagen. Am Freitag hatte die Schiitenmiliz erstmals seit sieben Monaten wieder in dem Gebiet angegriffen. (APA)

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