Hilfe für Hellwache

18. August 2003, 10:18
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Die "International Classification of Sleep Disorders" kennt 88 verschiedene Störungen, die durch Messungen von Hirnströmen, Augenbewegungen, Atmung und Herzfrequenz im Schlaflabor sowie in Gesprächen mit Schlafmedizinern festgestellt werden können. Der Einsatz von Medikamenten stellt vor allem bei Schlaflosigkeit nur das "Standardprogramm" dar. Viele Schlafmediziner fordern, jede Schlafmittelanwendung mit nicht medikamentösen Verfahren zu koppeln. Es gibt unter anderem verhaltenstherapeutische Ansätze wie die Stimuluskontrolle. Dabei soll der antrainierte Reflex durchbrochen werden, bei Betreten des Schlafzimmers hellwach zu werden. Deshalb darf der Patient das Zimmer nur betreten, wenn er sich sehr müde fühlt. Fernsehen oder lesen ist verboten. Kann der Patient nicht innerhalb kurzer Zeit einschlafen, muss er das Zimmer wieder verlassen.

Allen Schlaflosen werden "schlafhygienische Prinzipien" empfohlen: kein spätes Essen und auch keinen Alkohol, regelmäßige Einschlafzeiten, ausreichende Schlafdauer sowie die Vermeidung von anstrengenden Aktivitäten vor dem Zubettgehen. (ez/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11. 8. 2003)

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