Ägypten: Kommunistische Untergrund-Gruppe angeklagt

11. August 2003, 20:48
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Kritik von Menschenrechts- organisationen

Kairo - Fünf Mitgliedern einer geheimen kommunistischen Gruppierung müssen sich demnächst vor einem Staatssicherheitsgericht in Kairo verantworten. Wie Kairoer Tageszeitungen am Sonntag berichteten, wirft ihnen der Generalstaatsanwalt die Gründung einer verbotenen Vereinigung vor, die zum Sturz des ägyptischen Regimes aufruft. Außerdem sollen sie "die Position des Staates geschwächt haben, indem sie gegenüber ausländischen Menschenrechtsorganisationen falsche Behauptungen gemacht haben".

Von den fünf Mitgliedern, die sich selbst als Trotzkisten bezeichnen, sitzt bisher nur ein 35 Jahre alter Ingenieur in Untersuchungshaft. Die restlichen Mitglieder sind zur Fahndung ausgeschrieben. Die ägyptische Menschenrechtsorganisation (EOHR) forderte am Sonntag die Freilassung des angeklagten Ingenieurs. Sie kritisierte außerdem die Anwendung der seit 1981 in Ägypten geltenden Notstandsgesetze "gegen politische Dissidenten". (APA/dpa)

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