Flughafen Kabuls wird weiterhin von Deutschen kontrolliert

13. August 2003, 08:49
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Auch nach Abgabe des ISAF-Kommandos am Montag - Struck in Usbekistan eingetroffen

Taschkent - Auch nach der Übergabe des Kommandos über die internationale Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) wird die Deutsche Bundeswehr den Flughafen in Kabul weiter kontrollieren. "Wir haben keinen gefunden, der bereit wäre, das zu übernehmen", sagte Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) am Sonntag zum Auftakt seiner zweitägigen Reise nach Usbekistan und Afghanistan. In den kommenden Monaten werde die Bundeswehr aber Afghanen ausbilden, die den Betrieb des Flughafens "möglichst bald" übernehmen sollten.

Bis dahin blieben 250 bis 300 deutsche Soldaten dort stationiert. Struck wies darauf hin, dass die vor wenigen Tagen gestartete wöchentliche Direktverbindung der LTU von Düsseldorf nach Kabul ohne die Präsenz der Bundeswehr nicht möglich gewesen wäre.

Der SPD-Politiker traf am Sonntagnachmittag in der usbekischen Hauptstadt Taschkent ein, wo er sich mit dem usbekischen Verteidigungsminister Kadir Guljamow treffen wollte. Am Montag wird Struck in Kabul gemeinsam mit seinem niederländischen Kollegen Henk Kamp das Kommando über die internationale Schutztruppe ISAF an die NATO übergeben.

Deutschland und die Niederlande hatten die auf den Raum Kabul beschränkte Friedensmission, an der knapp 5.000 Soldaten aus 29 Ländern beteiligt sind, ein halbes Jahr lang geleitet. Das deutsche Kontingent wird nach der Übergabe des Kommandos von 2.500 auf 1.600 Soldaten reduziert. In Kabul will Struck mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai über Möglichkeiten eines Einsatz deutscher Soldaten auch in der afghanischen Provinz beraten. (APA/AP)

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