Salzburger Gemeinden rufen zum Wassersparen auf

11. August 2003, 16:20
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Obmann des Wasserverbandes: "Kein Notstand"

Salzburg - Wegen der anhaltenden Hitze wird in einigen Gemeinden des Salzburger Flachgaus das Trinkwasser langsam knapp. Der Wasserverband Plainfeld, der sieben Dörfer versorgt, schlägt jetzt Alarm. "Zu Wochenbeginn versenden die Amtstuben Informationsblätter aus, in denen die Gemeindebürger zum Trinkwassersparen aufgefordert werden", bestätigte der Obmann des Wasserverbandes, Alexander Salzmann am Samstag der APA.

"Es herrscht noch kein Notstand. Wir müssen aber schon seit einigen Wochen den Trinkwasserabfluss mechanisch von zwei Wassermeister drosseln lassen, damit alle Gemeinden genügend Wasser erhalten", erklärte Salzmann. Solange die Hitzperiode anhält, sollten die Bürger auf Autowaschen, das Einlassen von Schwimmbädern und Rasenspritzen verzichten, mahnte der Geschäftsführer des Wasserverbandes Plainfeld, Matthias Bahngruber.

Der Wasserverband Plainfeld verfügt über zwei Quellen, die derzeit nur 30 Liter pro Sekunde liefern, im Jahresdurchschnitt sind es aber 44 Liter. Falls die Trockenperiode weiterhin anhalte, könnte es kritisch werden, warnte Salzmann. Derzeit würden die Gemeinden Hof und Koppl mit eigenen Quellen aushelfen und Trinkwasser zuliefern.

Die beiden Wassermeister stehen rund um die Uhr einsatzbereit, um das kostbare und rar werdende Nass auf alle Gemeinden gerecht zu verteilen. Auch die Freiwilligen Feuerwehren halten sich einsatzbereit. Immer öfter müssen sie in die Dörfer des Flachgaus ausrücken und jene Bewohner, deren Hausbrunnen ausgetrocknet sind, mit Wasser versorgen. (APA)

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