Deutschland: Alarm in der FDP

9. August 2003, 15:43
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Weitere Finanztransaktion Möllemanns beschäftigt Parteispitze

Hamburg - Neue Erkenntnisse über Finanztransaktionen des im Juni tödlich verunglückten früheren FDP-Spitzenpolitikers Jürgen Möllemann beunruhigen laut Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" die FDP-Führung. Einem Vorabbericht vom Samstag zufolge soll der frühere Wahlkampfmanager des Parteivorsitzenden Guido Westerwelle, Fritz Goergen, bereits im März letzten Jahres von einem Luxemburger Bankkonto Möllemanns 300.000 Euro in bar abgehoben haben. Goergen soll einem früheren Bericht des Blattes zufolge später noch einmal als Geldbote für Möllemann unterwegs gewesen sein.

Die FDP-Spitze sei alarmiert, weil die erste Abhebung kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt geschehen sei, heißt es. Bei der Wahl schaffte die FDP unter ihrer Spitzenkandidatin, der jetzigen Generalsekretärin Cornelia Pieper, mit einem glänzenden Ergebnis den Wiedereinzug in das Parlament. Überprüfungen von Staatsanwaltschaft und Partei hätten aber bisher keine Hinweise darauf ergeben, dass in Sachsen-Anhalt illegale Spendengelder eingespeist worden seien, schreibt das Magazin.

Dem früheren Bericht zufolge hat Goergen am 13. September 2002 mit einer Vollmacht Möllemanns von dem Luxemburger Konto eine Million Euro abgehoben, mit der vermutlich Druck und Vertrieb von Möllemanns israel-kritischem Wahlflugblatt bezahlt wurden. (APA/AP)

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    Sorgen für Guido Westerwelle

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