"Großartige Werbung für Österreich"

11. August 2003, 15:59
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Arnies Kandidatur löst Freude bei Österreichs Vertretern in Kalifornien aus

San Francisco/Los Angeles - Bei den Vertretern Österreichs in Kalifornien herrscht Freude über die Kandidatur von Arnold Schwarzenegger zum Gouverneur. "Das ist ein fantastischer Moment, wenn eine Persönlichkeit aus Österreich vom Range Schwarzeneggers hier für das höchste Amt im Staat kandidiert", sagte der österreichische Generalkonsul in Los Angeles, Peter Launsky-Tieffenthal, auf Anfrage der APA. Schwarzenegger erwähne seinen Bezug zu Österreich bei jeder sich bietenden Gelegenheit. "Das ist eine großartige Form der Werbung für Österreich", meint der Diplomat.

Beeindruckt von seiner Professionalität

Launsky-Tieffenthal war am Mittwoch selber im NBC-Studio bei der Jay-Leno-Show, als Schwarzenegger unter dem Jubel der Zuschauer seine Kandidatur ankündigte. Nach Arnolds Ankündigung habe er ihm gleich gratuliert. "Ich bin beeindruckt von seiner Professionalität, seiner Energie und seinem Enthusiasmus", schildert der Generalkonsul. Diese Eigenschaften werde der Steirer sicher auch in seinen Wahlkampf einbringen. Launsky-Tieffenthal ist seit zweieinhalb Jahren Generalkonsul in Los Angeles. Vorher war er an der österreichischen Botschaft in Indien tätig.

"Er wird es!"

Der Honorarkonsul Österreichs in San Francisco, Donald Burns, rechnet schon mit Schwarzenegger als nächstem Gouverneur. "Ich sehe nicht, wie er noch besiegt werden könnte", meint Burns im Gespräch mit der APA. Die derzeit in Kalifornien regierenden Demokraten seien gespalten zwischen bisher zwei Kandidaten, dem stellvertretenden Gouverneur Cruz Bustamente, und Versicherungs-Kommissar John Garamendi, die beide ihre Bewerbung für den Gouverneurssessel angekündigt haben.

Auch die Presse werde nichts Negatives in Schwarzeneggers Leben ausgraben können, ist Burns überzeugt. Der Steirer sei ein "Familienmensch" und ein sehr intelligenter Mann, meint der Honorarkonsul: "Dumm ist er nicht". Für Österreich bedeute die Kandidatur des Steirers US-weite Werbung. "Schon jetzt hat Schwarzenegger Österreich in alle amerikanische Zeitungen gebracht". Rechtsanwalt Burns, der sich seit zwölf Jahren um österreichische Angelegenheiten in Nord-Kalifornien kümmert, ist als Sohn einer Tirolerin und eines Amerikaners selber österreichischer Herkunft.

Tourismusboom für Steiermark erwartet

Als unmittelbare Folge von Schwarzeneggers Polit-Engagement erwartet Burns nun mehr Reisen von US-Touristen nach Österreich. Neben dem Wien-Besuch werde künftig für viele auch ein Trip in die Steiermark, "Arnies Heimat", auf dem Programm stehen. Weiters könnten die Bemühungen um eine Wirtschaftsvertretung Kaliforniens in Wien nun Erfolg haben, hofft Burns. Neben den wirtschaftlichen Folgen könnte der Steirer auch eine vermittelnde Rolle spielen. Schwarzenegger sei auch eine "internationale Persönlichkeit", nicht nur Kalifornier. "Vielleicht bringt er ja auch Europa und die USA wieder näher zusammen". (APA)

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