Zahl der Opfer des Irak-Kriegs weiter unklar

11. August 2003, 15:26
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Laut Schätzungen über 3000 Zivilisten getötet

Bagdad - Der Irak-Krieg hat nach vorläufigen Erkenntnissen der Behörden mindestens 1.764 Zivilisten das Leben gekostet. Diese Zahl nannte das Gesundheitsministerium in Bagdad. Tatsächlich dürfte die Zahl der Opfer aber über 3.000 liegen. Die Zahlen des Ministeriums gehen auf die Angaben von Krankenhäusern zurück.

Allerdings haben bisher nicht alle Krankenhäuser ihr Statistiken übermittelt, zudem reichen diese oft noch nicht bis zum Ende der großen Kampfhandlungen, das US-Präsident George W. Bush am 1. Mai verkündet hatte. Auch Opfer, die von Familienangehörigen begraben wurden, sind in den Statistiken nicht erfasst. Die bisher größte Studie im Auftrag der Nachrichtenagentur AP kam im Juni auf 3.240 Tote, doch auch darin waren nicht alle Krankenhäuser erfasst.

Die Zahl der gefallenen irakischen Soldaten ist ebenfalls unklar. Zwar hätten darüber sehr detaillierte Aufzeichnungen existiert, diese seien jedoch bei Kriegsende verschwunden, erklärte ein irakischer Arzt. Bei den Amerikanern fielen während des Krieges laut Pentagon 114 Soldaten, nach dem 1. Mai waren es bisher 56. (APA/AP)

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