Betrüger wollte aus 9/11-Opfer-Fonds schöpfen

11. August 2003, 10:23
posten

38-jähriger Amerikaner erfand zwei nicht existierende Ehefrauen

Trenton/USA - Ein 38-jähriger Amerikaner hat für zwei nicht existierende Ehefrauen Hilfen aus den Fonds für die Hinterbliebenen der Terror-Opfer des 11. Septembers beantragt. Dafür soll er etwa 72.000 Dollar (63.570 Euro) erhalten haben. Nach Aussage der Ermittler war er jedoch nie verheiratet. Ihm drohen jetzt bis zu zehn Jahre Haft wegen Diebstahls, Aneignens fremder Identitäten und Urkundenfälschung.

Im März dieses Jahres war der erste Schwindel aufgeflogen. Der Mann hatte finanzielle Hilfe für seinen drei Jahre alten Sohn beantragt, weil seine Frau Lisa bei den Anschlägen getötet worden sei, hieß es von den Ermittlern. Doch weder der Sohn noch die Frau hätten existiert. Beim zweiten Betrugsversuch wollte er sogar Unterstützung für zwei Kinder, weil seine Frau Kim den Anschlägen zum Opfer gefallen sei, wie es hieß. Die Adresse, die er als Wohnort seiner Kinder angab, sei jedoch die seiner Mutter gewesen. (APA/AP)

Share if you care.