Djerba-Ermittlungen in Kärnten dementiert

10. August 2003, 15:44
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Hausdurchsuchungen stünden nicht in Zusammenhang mit Terrorismus

Klagenfurt/Wien - Das Bundeskriminalamt in Wien (BK) hat am Samstag dementiert, dass es im Zusammenhang mit dem Terroranschlag vor einem Jahr auf der tunesischen Insel Djerba Ermittlungen in Kärnten gegeben habe. "Es gab zwar Hausdurchsuchungen im Raum Klagenfurt", erklärte BK-Sprecher Gerald Hesztera auf APA-Anfrage, "aber sie haben überhaupt nichts mit Terrorismus zu tun".

Wie die Kärntner Ausgabe der "Kleinen Zeitung" am Samstag berichtete, stießen deutsche Behörden vor kurzem auf dubiose Geldflüsse, die es zwischen Kärnten und Pakistan gegeben haben soll. Daraufhin sei an Österreich ein Rechtshilfeersuchen gestellt worden. Eine Spezialtruppe des Wiener Bundeskriminalamtes habe laut dem Bericht daraufhin zwei Hausdurchsuchungen im Raum Klagenfurt vorgenommen.

Hesztera bestätigte zwar die Hausdurchsuchungen, allerdings habe es sich dabei um Kriminalermittlungen gehandelt. Es habe einen Verdacht auf Geldwäsche und illegale Geldflüsse gegeben. Derzeit gehe man aber bereits davon aus, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um legale Geschäfte gehandelt habe. Der BK-Sprecher betonte, dass die Ermittlungen nichts mit Terrorismus zu tun gehabt hatten.

Detail des Bericht "nicht aus den Fingern gesogen"

Auch die Sicherheitsdirektion für Kärnten bestätigte diese Aussagen. Lediglich Details aus dem Bericht der "Kleinen Zeitung" seien korrekt. Sicherheitsdirektor Slamanig betonte gegenüber der APA, er habe den Ausdruck, wonach der Artikel "nicht aus den Fingern gesogen" sei nur auf die Details der Ermittlungen im Bericht bezogen, nicht jedoch auf den Zusammenhang mit dem Attentat in Tunesien.(APA)

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