BMG und Warner führen "entscheidende Gespräche"

12. August 2003, 18:52
posten

"Spiegel": Exklusivitätsvereinbarung in Fusionsverhandlungen bis Ende August verlängert

Hamburg - Die Fusionsverhandlungen zwischen den beiden Musikkonzernen BMG und Warner sind nach einem Bericht des "Spiegel" in das entscheidende Stadium eingetreten. Bei Bertelsmann und AOL Time Warner werde derzeit intensiv an der Unternehmensbewertung gearbeitet, schreibt der "Spiegel". Ein Sprecher von Bertelsmann wollte den Bericht am Samstag auf Anfrage nicht kommentieren.

Schon seit Anfang des Jahres ist die Musikbranche von den Konsolidierungsbemühungen der fünf großen Musikkonzerne BMG, Warner, Sony Music, Universal und EMI geprägt, die zusammen rund 72 Prozent des weltweiten Musikmarktes kontrollieren, aber unter starken Umsatzeinbrüchen leiden.

Ein Exklusivitätsvereinbarung, die Verhandlungen mit anderen Konzernen ausschließt, sei bis Ende August verlängert worden. Bis dahin werde feststehen, ob die Fusion tatsächlich vollzogen werde, berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Der Knackpunkt sei die Verteilung der Anteile an dem neuen Musikriesen, der vermutlich rund 31 Prozent des amerikanischen und etwa 20 Prozent des europäischen Marktes beherrschen würde. Bertelsmann strebe ein 50-50-Joint-Venture an, AOL Time Warner habe ursprünglich geplant, das neue Unternehmen mit rund 60 Prozent zu dominieren. BMG hatte 2002 einen Umsatz von 2,7 Milliarden Euro, Warner Music Group kam nach früheren Angaben auf einen Umsatz von 3,66 Milliarden Euro. (APA/dpa)

Share if you care.