Flash Mob in New York - Hunderte werfen sich vor Dinosaurier

18. August 2003, 11:32
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Der Spaß an den Flash Mobs liege in ihrer Absurdität und Unerklärlichkeit

In New York hat wieder ein Flash Mob zugeschlagen: Am Donnerstagabend kamen rund 300 Menschen zu dem Spielzeuggeschäft Toys "R" Us am Times Square und warfen sich schreiend einem riesigen Kunststoff-Dinosaurier zu Füßen. Als das Personal den Sicherheitsdienst rief, standen die Teilnehmer wieder auf und zerstreuten sich, so schnell wie sie sich zusammengefunden hatten.

Absurdität und Unerklärlichkeit

Seit einigen Monaten sammeln sich an unterschiedlichen Orten auf der ganzen Welt Menschenmengen und folgen einem verabredeten, gezielt abnormen Verhalten. Die Organisatoren, die anonym bleiben wollen, verbreiten Informationen und Anweisungen für den nächsten Flash Mob über das Internet. Der Spaß an den Flash Mobs liege in ihrer Absurdität und Unerklärlichkeit, heißt es in Organisatoren-Kreisen.

Mobiltelefone gezückt

In dem Spielzeuggeschäft starrten die Teilnehmer am Donnerstag zunächst wie versteinert auf den gigantischen Dinosaurier, warfen sich dann schreiend auf den Boden und winkten. Wenige Stunden zuvor hatten sich in London mehr als 200 Menschen in einem Einrichtungsgeschäft eingefunden, ihre Mobiltelefone gezückt und Möbel aus dem Sortiment angepriesen.

WWM

Es war der sechste Flash Mob in New York. Im Central Park etwa hatte sich eine Gruppe zusammengefunden und gezwitschert wie Vögel. Vor einem Hyatt Hotel war ein Menschenauflauf ohne erkennbaren Grund in Applaus ausgebrochen. Beim ersten "Flash Mob" in Europa in Rom im vergangenen Monat hatte eine Gruppe in einer Buchhandlung die Verkäufer mit Anfragen nach Buchtiteln gelöchert, die es gar nicht gibt. (Reuters)

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