Zeit zum Sehen

9. August 2003, 15:52
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Stand-, Wand- oder Taschenuhr: Das Wiener Uhrenmuseum erzählt keine Geschichte der Zeit. Es ist eine reine Exponatensammlung

Das in einem der ältesten Gebäude Wiens untergebrachte Uhrenmuseum im Harfenhaus des Schulhofes (1921 eröffnet) beherbergt eine beachtliche Sammlung exquisiter Exponate. Man darf keine Geschichte der Zeitmessung oder des Uhrmacherhandwerks erwarten. Auf drei kleinen, schön renovierten Stockwerken geht es ausschließlich um die Demonstration wertvoller und seltener Uhren.

1000 sind es insgesamt - vom 15. bis ins 20. Jahrhundert reichend -, die an den Wänden hängen, in Vitrinen liegen oder - wie im Fall des Turmuhrwerks von St. Stephan (1699/1700, s. Bild) - am Boden stehen. Stand- und Wanduhren, Kugel- und Zwiebeluhren, Tisch-, Taschen-und Turmuhren, Bodenstand-und eine Betthimmeluhr, eine mit eigenem Rauchfang (!) versehene Nachtlichtuhr, Teller-, Kerzen-, Sack-, und Sanduhr, Kuckucks- und Bilderuhren - nichts Erdenkliches fehlt.

Ein Zimmerchen ist der Schriftstellerin und Uhrliebhaberin Marie von Ebner-Eschenbach vorbehalten. Insgesamt: ein Museum für Sammler, Experten und echte Fetischisten. (afze/DER STANDARD; Printausgabe, 9.8.2003)

Uhrenmuseum, 1., Schulhof 2, (01) 533 22 65, jeden Freitagvormittag freier Eintritt. Di-So 9-16.30
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