Korir sorgte für den Höhepunkt

10. August 2003, 21:49
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Leichtathletik: Kenianer gewann Meile in London in Jahresweltbestzeit - Pleite bei 100-m-Lauf und für Weltrekordler Tim Montgomery

London - Das hochkarätig besetzte Super-Grand-Prix-Meeting der Leichtathleten am Freitag in London litt unter den fast schon tropischen Temperaturen von mehr als 30 Grad und der hohen Luftfeuchtigkeit. Dennoch gab es in England eine Jahresweltbestleistung, für die der Kenianer Paul Korit über die Meile sorgte (3:48,17 Minuten).

Peinliche Panne bei der Zeitnehmung

Zu den hohen Temperaturen kam eine ungewöhnliche und peinliche Panne: Die letzten Laufwettbewerbe, darunter der 100-m-Sprint mit dem "zeitlosen Sieger" Dwain Chambers (GBR), wurden durch den Ausfall der elektronischen Zeitmessung zu Geisterrennen. Ein Schock für die Fans war die schwere Verletzung von Dreisprung-Weltrekordler Jonathan Edwards, der auf die Bahnbegrenzung trat und mit dem Fuß umknickte. Auf einer Trage wurde der Publikumsliebling aus dem Stadion gebracht, sein Einsatz bei der WM in Paris ist gefährdet.

Weltrekordler verpasste Finale

Eine weitere Pleite kassierte 100-m-Weltrekordler Tim Montgomery. In 10,13 Sekunden im Vorlauf verpasste der Amerikaner das Finale, nachdem er vor zwei Tagen in Stockholm in 10,37 nur Sechster geworden war. "Ich hatte einen miserablen Start", entschuldigte sich der Freund von Sprintstar Marion Jones. "Ich brauche einfach noch ein paar Rennen, um dahin zu kommen, wo ich hin will." Sieger wurde Europameister Dwain Chambers. (APA/dpa/SIZ)

Ergebnisse Leichtathletik-Super-Grand-Prix in London:

Männer:

  • 400 m: 1. Tyree Washington (USA) 44,70 Sekunden - 2. Michael Blackwood (JAM) 44,80
  • Dreisprung: 1. Leevan Sands (BAH) 17,40 Meter - 2. Timothy Rusan (USA) 17,21
  • 100 m: 1. Dwain Chambers (GBR) 10,00 - 2. Kim Collins (SKN) 10,00. Die Zeiten wurden wegen Ausfalls der Zeitmessung per Hand gestoppt.
  • 5.000 m: 1. Haile Gebrselassie (ETH) 12:57,23 Minuten - 2. Sammy Kipketer (KEN) 12:59,
  • 400 m Hürden: 1. Kemel Thompson (JAM) 48,05 Sekunden - 2. Joey Woody (USA) 48,42
  • Meile: 1. Paul Korir (KEN) 3:48,17 Minuten (Jahresweltbestzeit) - 2. Cornelius Chirchir (KEN) 3:50,40
  • Speer: 1. Boris Henry (GER) 85,77 Meter - 2. Steve Backley (GBR) 82,48
  • 200 m: 1. Christian Malcolm (GBR) 20,25 Sekunden - 2. Julian Golding (GBR) 20,46
  • Kugel: 1. Carl Myerscough (GBR) 21,50 Meter - 2. Manuel Martinez (ESP) 20,83
  • 800 m: 1. Andre Bucher (SUI) 1:45,56 Minuten - 2. Bram Som (NED) 1:45,58

    Frauen:

  • 1.500 m: 1. Kelly Holmes (GBR) 4:10,40 Minuten - 2. Naomi Mugo (KEN) 4:10,91
  • Hochsprung: 1. Hestrie Cloete (RSA) 2,02 Meter - 2. Amy Acuff (USA) 1,96
  • Dreisprung: 1. Yamile Aldama (KUB) 15,27 m - 2. Tatjana Lebedewa (RUS) 14,99
  • 100 m: 1. Kelli White (USA) 10,93 Sekunden - 2. Chryste Gaines (USA) 10,99
  • 400 m: 1. Lorraine Fenton (JAM) 49,88 Sekunden - 2. Tonique Williams (BAH) 50,66
  • 5.000 m: 1. Edith Masai (KEN) 14:50,78 Minuten - 2. Gabriela Szabo (ROM) 14:51,75
  • 400 m Hürden: 1. Sandra Glover (USA) 54,81 Sekunden - 2. Natasha Danvers (GBR) 55,29
  • Stabhoch: 1. Jelena Isinbajewa (RUS) 4,78 Meter - 2. Swetlana Feofanowa (RUS) 4,73
    • Bild nicht mehr verfügbar

      Korir realsiert seine Spitzenzeit.

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