Bush sieht große Fortschritte

9. August 2003, 22:28
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US-Präsident will sich zu Dauer der Besatzung nicht äußern - Sechs Soldaten bei Granatenangriff in Mosul verletzt

Crawford - Hundert Tage nach Beendigung der Hauptkampfhandlungen in Irak hat US-Präsident George W. Bush am Freitag die "großen Fortschritte" bei der Errichtung einer Demokratie und beim Wiederaufbau der Infrastruktur des Landes gelobt. "Der Wechsel des politischen Systems zur Demokratie ist ein Riesenschritt in diesem Teil der Welt", sagte Bush. Gleichzeitig beklagte er jedoch die zunehmende Zahl getöteter Soldaten. Das Land trauere mit denen, die diese Opfer brächten, sagte Bush. Seit der offiziellen Beendigung der Kämpfe kamen im Irak mindestens 55 US-Soldaten ums Leben.

Bush wollte sich auf seiner Ranch in Crawford in Texas nicht dazu äußern, wie lange die US-Streitkräfte noch im Irak stationiert sein sollten. General Ricardo Sanchez hatte am Donnerstag angekündigt, die Truppen sollten noch weitere zwei Jahre im Irak bleiben. "Ich werde tun, was notwendig ist, um den Kampf gegen den Terror zu gewinnen", sagte Bush lediglich.

Bei einem Granatenangriff in der nordirakischen Stadt Mosul sind Augenzeugen zufolge sechs US-Soldaten verletzt worden. Sie waren demnach mit ihrem gepanzerten Geländewagen im Industrieviertel der Stadt beschossen worden. Der Wagen sei daraufhin in Flammen aufgegangen. Von Seiten der US-Armee wurde der Vorfall bisher nicht bestätigt. (APA/AP)

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