EU wuchs um 1,29 Millionen Menschen

9. August 2003, 16:00
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Lebenserwartung steigt - Geburten sind sicherer

Brüssel - Die Bevölkerung in der Europäischen Union wuchs im vergangenen Jahr um 1,29 Millionen oder 0,3 Prozent auf 379 Millionen Menschen an, während sie in den zehn Beitrittsländern um 0,1 Prozent schrumpfte. Österreich wies im Vorjahr ein geringeres Bevölkerungswachstum (0,24 Prozent) auf als die EU insgesamt. Dies geht aus einer Statistik des europäischen Statistikamtes Eurostat vom Freitag hervor.

Allerdings war das Wachstum zu drei Viertel oder rund einer Million Menschen auf Zu- und Abwanderungen und nur zu einem Viertel auf einen Anstieg der Geburten zurückzuführen. Dies entsprach zwei Prozent des Wachstums der Weltbevölkerung. In den USA nahm die Bevölkerung mit 0,9 Prozent dreimal so schnell wie in der EU zu, wobei fast zwei Drittel auf natürliches Wachstum und nur ein Drittel auf Einwanderung entfielen.

Weniger Ehen

Die höchste Lebenserwartung in der Union haben spanische Frauen (durchschnittlich 83,1 Jahre) und schwedische Männer (77,7 Jahre). Die Lebenserwartung liegt für Frauen bei 81,6 und für Männer bei 77,2 Jahren, das ist deutlich mehr als 1980 (77,2, beziehungsweise 70,5 Jahre). Die Säuglingssterbeziffer ging erneut zurück, und zwar auf 4,5 Sterbefälle je 1000 Lebendgeborene.

Immer weniger Paare treten in der EU vor den Traualtar. Von 2,2 Millionen 1980 schrumpfte die Zahl auf 1,8 Millionen im Jahr 2002 (minus 19 Prozent).(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9./10. 8. 2003)

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