Anti-Tabak-Konferenz endet mit Appell

14. August 2003, 18:23
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Helsinki - Zum Abschluss der Anti-Tabak-Konferenz in Helsinki haben Wissenschaftler, Gesundheitsexperten und Politiker zur raschen Ratifizierung der Anti-Tabak-Konvention aufgerufen. Die Unterzeichnerstaaten sollten die im Mai beschlossene Konvention bis spätestens Jänner 2005 ratifizieren, forderten die Teilnehmer in ihrer am Freitag veröffentlichten Abschlusserklärung. Der Vorsitzende der Konferenzleitung, Pekka Puska, sagte, "konkrete Aktionen" seien notwendig, um der "vernichtenden Epidemie von Todesfällen entgegenzusteuern", die mit Tabakkonsum zusammenhingen.

Die Konvention sieht unter anderem ein weltweites Werbeverbot für Tabak und höhere Steuern auf Tabakprodukte vor. Sie war im Mai von den 192 Mitgliedern der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angenommen worden. Bisher hat allerdings nur Norwegen sie auch ratifiziert. Nach WHO-Schätzungen sterben zurzeit jährlich 4,9 Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Ohne Gegenmaßnahmen könnte sich ihre Zahl bis 2030 verdoppeln. An der sechstägigen Konferenz hatten rund 2200 Experten aus 130 Ländern teilgenommen.(APA)

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