OMV an serbischer Beopetrol nicht interessiert

12. August 2003, 10:39
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Nur MOL, Lukoil und Hellenic Petroleum bieten um Serbiens zweitgrößten Treibstoffkonzern

Wien/Belgrad - Die OMV ist an Serbiens zweitgrößtem Treibstoffkonzern Beopetrol nicht interessiert. Wie die serbische Regierung am Freitag mitteilte, haben lediglich die ungarische MOL, die russische Lukoil und die griechische Hellenic Petroleum um einen 79,5 Prozent-Anteil an dem derzeit noch staatlichen Unternehmen geboten. Die OMV habe kein Angebot gelegt, bestätigte Kozernsprecher Bernhard Hudik auf APA-Anfrage.

Die Angebotsfrist ist bereits am 28. Juli ausgelaufen. Die serbische Regierung erwartet sich aus der Privatisierung einen Erlös von rund 100 Mio. Euro. Der Zuschlag soll im kommenden Monat fallen.

Damit bemüht sich die MOL nach dem Kauf der Sperrminorität beim kroatischen Mineralölkonzern INA auch um die Beopetrol, die früher selbst Teil der INA war. Mitte Juli erhielten die Ungarn für 505 Mio. Dollar (445 Mill. Euro) den Zuschlag für 25 Prozent plus eine Aktie an dem kroatischen Ölkonzern. Die OMV, die ein Angebot über 420 Mio. Dollar gelegt hatte, ging leer aus.

Beopetrol betreibt in ganz Serbien nach eigenen Angaben 203 Tankstellen und sechs große Treibstoffdepots. Mit einem Jahresabsatz von 400.000 Tonnen Öl pro Jahr ist die Beopetrol der zweitgrößte Ölhändler des Landes. Seit der Trennung von der INA gehört Beopetrol zu 99,37 Prozent dem serbischen Staat, den Rest halten die Mitarbeiter.(APA)

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