Spanierinnen erreichen höchstes Alter

8. August 2003, 19:19
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Laut Eurostat 379 Millionen EinwohnerInnen in der EU

Brüssel - In der EU haben spanische Frauen und schwedische Männer derzeit die höchste Lebenserwartung. Dies geht aus einer Statistik des europäischen Statistikamtes Eurostat vom Freitag hervor. Spanierinnen werden im Schnitt 83,1 Jahre alt, Schweden 77,7 Jahre. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in der EU für Frauen bei 81,6 und für Männer bei 77,2 Jahren, das ist deutlich mehr als 1980 (77,2 bezw. 70,5 Jahre). Am frühesten sterben sowohl die Frauen wie die Männer in Irland. Unter den Beitrittsländern haben ungarische Frauen und estnische Männer mit 76,6 bezw. 65,2 Jahren die niedrigste Lebenserwartung.

Niedrigere Lebenserwartung in USA

Deutlich früher als in der EU sterben Männer und Frauen im Schnitt in den USA (79,7 bzw. 74,1 Jahre), während Japaner weltweit am ältesten werden mit einer Lebenserwartung von 84,3 Jahre bei Frauen und 77,5 Jahre bei Männern. Die Säuglingssterbeziffer in der EU ging erneut zurück und zwar auf 4,5 Sterbefälle je 1.000 Lebendgeborene. In Lettland lag sie 2002 dagegen mit elf Fällen je 1.000 Lebendgeburten mehr als doppelt so hoch.

Weniger Ehen - mehr Scheidungen

Immer weniger Paare treten in der EU vor den Traualtar. Von 2,2 Millionen 1980 schrumpfte die Zahl auf 1,8 Millionen im Jahr 2002 (minus 19 Prozent). Dagegen stieg die Zahl der Ehescheidungen im gleichen Zeitraum um 42 Prozent auf 715.000. Die meisten Scheidungsklagen wurden in Belgien, die wenigsten in Irland und Italien, eingereicht. Im Schnitt gingen in der EU 4,8 von 1.000 Ehen im vergangenen Jahr in die Brüche. Unter den Beitrittsländern hielten sich Polen und Slowenen am häufigsten die Treue, während die Tschechen sich am "scheidungsfreudigsten" zeigten.

Die meisten Geburten in Schweden

Die höchste Fruchtbarkeitsrate verzeichnete Irland mit 2,01 Kindern pro Frau im vergangenen Jahr. Auch in Deutschland und Schweden stieg die Zahl der Neugeborenen deutlich an, während sie in Österreich sank. In Spanien, Griechenland und Italien hielt der Trend zu weniger Kindern unvermindert an. Die Gesamtfruchtbarkeitsrate in der EU blieb gegenüber den beiden vorangegangenen Jahren mit 1,47 Kindern je Frau praktisch unverändert.

EU-Bevölkerungszahl

Insgesamt wuchs die Bevölkerung der EU im vergangenen Jahr um 1,290 Millionen oder 0,3 Prozent auf 379 Millionen Menschen an, während sie in den zehn Beitrittsländern um 0,1 Prozent schrumpfte. Allerdings war das Wachstum zu drei Viertel oder rund einer Million Menschen auf den Wanderungssaldo und nur ein Viertel auf einen Anstieg der Geburten zurückzuführen. Dies entsprach zwei Prozent des Wachstums der Weltbevölkerung. In den USA nahm die Bevölkerung mit 0,9 Prozent dreimal so schnell wie in der EU zu, wobei fast zwei Drittel auf natürliches Wachstum und nur ein Drittel auf die Einwanderung entfielen. (APA)

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