"Recall"-Wahl

7. Oktober 2003, 18:55
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Bei einer "Recall"-Wahl wird über das politische Schicksal eines gewählten Politikers vor dem regulären Ende seiner Amtsperiode entschieden. Der "Recall" ist in Kaliforniens Verfassung seit 1911 verankert, doch erst die 32. Recall-Initiative - gegen Gray Davis - war erfolgreich. Das Verfahren ist zweistufig. Zunächst werden Unterschriften von Personen gesammelt, die die Abberufung unterstützen. Wenn die erforderliche Zahl (zwölf Prozent der Wähler des letzten Urnengangs) erreicht wird, müssen die Behörden einen Wahltermin ansetzen.

Bei der Wahl werden zwei Fragen gestellt: 1. Soll X vom Amt abberufen werden? 2. Welcher der folgenden Kandidaten soll ihm nachfolgen? Falls der Politiker nicht mit mehr als 50 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt wird, gilt der Kandidat als gewählt, der die meisten Stimmen bekommt. (APA, red/DER STANDARD, Printausgabe, 9.8.2003)

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