Botschafter des Guten Willens

11. August 2003, 19:22
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Schriftsteller Antonis Samarakis im Alter von 83 Jahren gestorben

Athen - Der griechische Schriftsteller Antonis Samarakis ist tot. Er starb im Alter von 83 Jahren in Athen, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA am Freitag mitteilte. Samarakis ("Der Fehler", "Hoffnung gesucht") war neben Nikos Kazantzakis der am meisten ins Deutsche übersetzte griechische Autor.

Samarakis wurde 1919 in Athen geboren. Nach Abschluss seiner Schulausbildung studierte er Rechtswissenschaften und war danach im höheren Dienst des Arbeitsministeriums. Im Zweiten Weltkrieg war er aktiver Widerstandskämpfer. 1954 machte er erstmals mit einem Band Kurzgeschichten unter dem Titel "Hoffnung gesucht" als Schriftsteller von sich reden. Zuvor hatte er für einige literarische Zeitschriften gearbeitet.

1961 folgte der Roman "Ich weigere mich". 1965 erschien sein bekanntestes Buch "Der Fehler". Es wurde zusammen mit zwei anderen seiner Bücher ("Der Fluß" und "Der Dschungel") verfilmt. In seinen Werken verurteilt Samarakis die Unterdrückung durch die nicht demokratische Staatsgewalt. Seine Bücher, die um die Not des in gesellschaftliche Zwänge eingesperrten Menschen kreisen, wurden in rund 30 Sprachen übersetzt.

1989 wurde Antonis Samarakis von der Hilfsorganisation der Vereinten Nationen (UNICEF) zum Botschafter des Guten Willens ernannt. Samarakis war Mitglied des PEN-Clubs und Träger des belgischen Ordre Leopold II. sowie Ehrenbürger der Städte San Francisco, New Orleans und 57 griechischer Städte. (APA)

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