NSA kann WLAN mit Dronen und aus Kilometern Entfernung hacken

31. Dezember 2013, 10:35
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Jacob Applebaum berichtete am 30C3 über "Nightstand"

Am 30. Chaos Communication Congress (30C3) in Hamburg wurden neue Informationen zur Spionageaktivität der Geheimdienste veröffentlicht. So hat Sicherheitsforscher Jacob Applebaum in seinem Vortrag über die verschiedenen Tools der NSA aufgeklärt. Der US-Geheimdienst kann demnach nicht nur Hintertüren auf iPhones einrichten, sondern WLAN auch aus einer Entfernung von über 12 Kilometern knacken.

"Nightstand"

Aus Unterlagen von 2007 gehe hervor, dass die NSA dafür ein Gerät mit Codenamen "Nightstand" einsetze - eine Software auf einem Linux-Laptop. Der Geheimdienst verwende es, wenn keine Kabelverbindung aufgebaut werden können. Die Reichweite von über 12 Kilometern werde "unter idealen Bedingungen" erreicht. "Nightstand" könne den Dokumenten zufolge Laptops mit Windows 2000 und XP befallen. Da diese Informationen jedoch schon einige Jahre alt sind, ist davon auszugehen, dass mittlerweile mehr Systeme geknackt werden können.

Spionageangriff mit Drohnen

Applebaum habe davon gehört, dass die NSA "Nightstand" schon mit Drohnen eingesetzt habe, um Geräte von großen Personengruppen zu infiltrieren. Dokumente, die das beweisen, gebe es allerdings nicht. 

Vortrag von Jacob Applebaum beim 30C3, "Nightstand" ab Minute 16

Der Sicherheitsforscher geht davon aus, dass das Spionage-Tool vermutlich eher im klassischen Überwachungs-Van in der Nähe der Wohnungen und Häuser von Zielpersonen zum Einsatz komme. In den geleakten Unterlagen der NSA wird behauptet, dass ein derartiger Angriff vom Nutzer nicht bemerkt werde. (br, derStandard.at, 31.12.2013)

  • Hauptquartier der NSA in Fort Meade, Maryland.
    foto: apa/epa

    Hauptquartier der NSA in Fort Meade, Maryland.

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