Ermittlungen zu Absturz von Polens Exil-Regierungschef eingestellt

30. Dezember 2013, 18:10
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Forscher sehen keinen Hinweis auf Attentat auf Sikorski vor 70 Jahren

Warschau - Mehr als 70 Jahre nach dem tödlichen Flugzeugabsturz des damaligen polnischen Regierungschefs Wladyslaw Sikorski hat die polnische Justiz ihre Ermittlungen eingestellt.

Das Institut des Nationalen Gedenkens (IPN), das für die juristische Aufarbeitung nationalsozialistischer und kommunistischer Verbrechen zuständig ist, stellte am Montag nach mehrjähriger Untersuchung fest: Es gebe keinen Hinweis, das es sich bei dem Absturz über Gibraltar im Juli 1943 um einen Anschlag gehandelt habe. Allerdings gebe es umgekehrt auch keinen Beweis, der Sabotage an Sikorskis Flugzeug hundertprozentig ausschließt.

Polens Exilregierung in London

Sikorski stand an der Spitze der polnischen Exilregierung im Zweiten Weltkrieg, die ihren Sitz in London hatte, während Polen selbst von den Deutschen besetzt war. Sein Tod hatte jahrzehntelang Spekulationen ausgelöst - als mögliche Hintermänner eines Anschlags galten danach der sowjetische Geheimdienst, die Briten oder polnische Widersacher. (APA, 30.12.2013)

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