IPI: Zweittödlichstes Jahr für Journalisten

30. Dezember 2013, 15:36
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Zählte 117 getötete Journalisten - CPJ: Zwei Drittel getöteter Reporter starb im Nahen Osten

Wien/New York - Das Internationale Presse Institut blickt auf das zweittödlichste Jahr für Journalisten seit 1997 zurück. Damals begann die Organisation zum Schutz der Pressefreiheit ihre Statistiken. 2013 zählte das IPI 117 Journalisten, die im Zusammenhang mit ihrer Arbeit ums Leben kamen. 2012 waren es laut IPI 132, davon 39 in Syrien. Dort kamen in diesem Jahr 16 Journalisten ums Leben. Der Nahe Osten mit 38 Toten blieb die tödlichste Zone für Medienleute.

Das US-Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) zählte 2013 weltweit 70 Journalisten, die in Ausübung ihres Berufes ums Leben kamen; zwei Drittel davon im Nahen Osten. Im Jahr zuvor seien es 74 gewesen, meldete die New Yorker Organisation am Montag.

Reporter ohne Grenzen hatte vor zwei Wochen von 71 Medienvertretern gesprochen, die 2013 ums Leben gekommen seien. Die Schweizer Nichtregierungsorganisation Press Emblem Campaign (PEC) hatte am Montag sogar die Zahl von mindestens 129 getöteten Reportern genannt.

Laut CPJ wurden allein in Syrien 29 Journalisten getötet. Seit Beginn der Kämpfe vor mehr als zweieinhalb Jahren seien es 63. Hinzu kommen 60 Journalisten, die entführt worden waren und 30 Journalisten, die immer noch vermisst würden. Im Irak seien zehn, in Ägypten sechs Journalisten getötet worden. Weltweit seien neun von zehn getöteten Medienvertretern lokale Reporter gewesen. (red, APA, 30.12.2013)

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