Der kleine Nils und die Wildgänse

30. Dezember 2013, 09:43
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Ein Klassiker der Kinderliteratur neu erzählt

Es ist ein löbliches Unterfangen, Klassiker der Kinderliteratur neu aufzulegen. Die Geschichten sind auch viel zu gut, um in Vergessenheit zu geraten. Die Puristen werden sicher ausschließlich auf die Originalerzählungen pochen. Ja, die sind gut. Darüber besteht kein Zweifel. Aber warum soll man nicht versuchen, Altbekanntes neu zu erzählen? Die Reihe "Klassiker zum Vorlesen" bemüht sich genau darum. "Nils Holgersson", nacherzählt von Usch Luhn, ist so ein Fall. Immerhin ist die Geschichte von der späteren Nobelpreis-Trägerin Selma Lagerlöf schon 1906 erschienen. Erwachsenen die Abenteuer dieses Jungen zu erzählen, der ein böses Spiel mit einem Wichtel treibt und zur Strafe selbst in einen Winzling verzaubert wird, ist wohl müßig. Der Gänserich Martin und die Wildgänse rund um Anführerin Akka - alles bekannt. Und wie schaut es bei den Kindern aus? Die Zeichentrickfernsehserie werden viele vielleicht kennen. Es gilt aber: Ein Buch ist (fast immer) besser. Usch Luhn hat die Geschichte für Kinder ab dem vierten Lebensjahr neu konzipiert. In relativ kurzgehaltenen Kapitel wird von ihr die Odyssee des Buben durch Schweden nacherzählt. Es ist ein Vorlesebuch, ideal für kalte Wintertage. Also: hinsetzen, vorlesen - und dazu vielleicht die letzten, verbliebenen Weihnachtskekse essen. (Peter Mayr, DER STANDARD, 30.12.2013)

Usch Luhn (Original: Selma Lagerlöf)

"Nils Holgersson"

128 Seiten,  € 13,40

Ellermann-Verlag 2013

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