Regime pocht auf Teilnahme des Iran an Friedenskonferenz

30. Dezember 2013, 05:50
11 Postings

Außenminister Muallem: Widerstand der USA "unlogisch"

Damaskus - Damaskus fordert gegen den Widerstand der USA eine Teilnahme iranischer Vertreter an der geplanten Syrien-Friedenskonferenz. Seine Regierung sei weiterhin für die Beteiligung des Irans an der für Jänner geplanten Konferenz, sagte Außenminister Walid Muallem am Sonntag, wie die amtliche Nachrichtenagentur Sana berichtete.

Dass die USA oder die "sogenannte Opposition" Teheran ausschließen wollten, sei "unlogisch".

Ban Ki-moon auch für Teilnahme

Auch die UNO ist für die Teilnahme einer iranischen Delegation. Dafür hatte sich vor einer Woche UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon stark gemacht: Der Iran sei "eine wichtige Regionalmacht", seine Beteiligung daher "logisch, praktisch und realistisch". Teheran steht fest an der Seite des syrischen Machthabers Bashar al-Assad und seines Regimes.

Der Syrien-Sondergesandte von UNO und Arabischer Liga, Lakhdar Brahimi, hatte Ende vorvergangener Woche eine vorläufige Teilnehmerliste präsentiert, auf der Teheran nicht stand. Ban hatte kurz darauf erklärt, die "offiziellen" Einladungen würden noch im Dezember verschickt.

Treffen im Jänner

Der syrische Außenminister Muallem bekräftigte am Sonntag, die Regierung werde auf der Konferenz nicht ihren Rücktritt akzeptieren. "Wer erwartet, Syrien werde sich auf einen Handel mit seiner nationalen Souveränität einlassen, macht sich Illusionen", sagte der Minister auf einer Medienkonferenz in Damaskus. Aus Sicht der Opposition und des Westens muss auf der Konferenz der Startschuss für die Einsetzung einer Übergangsregierung mit allen Vollmachten gegeben werden.

Die Konferenz wird seit vielen Monaten vorbereitet, der Termin wurde immer wieder verschoben. Das Treffen soll nun am 22. Jänner im Schweizerischen Montreux starten. Ziel ist es, das Blutvergießen in Syrien zu beenden. Der Gewalt zwischen den Truppen Assads und Aufständischen sind nach einer Zählung von Aktivisten mehr als 126.000 Menschen zum Opfer gefallen. (APA, 30.12.2013)

Share if you care.