Erdbeben der Stärke fünf in Süditalien - Keine Schäden gemeldet

29. Dezember 2013, 20:20
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Menschen in Neapel auf den Straßen

Ein Erdbeben mit der Stärke fünf auf der Richterskala hat am Sonntag in der Region Neapel teilweise Panik ausgelöst. Es war in mehreren Regionen Süditaliens deutlich zu spüren. Das Epizentrum lag in Castello del Matese, einer Bergregion in der Provinz von Caserta, in einer Tiefe von 10,5 Kilometer. Es wurden keine Verletzten gemeldet.

Das Erdbeben wurde in den Regionen Kampanien, Molise Abruzzo, Latium mit der Hauptstadt Rom bis Apulien gespürt. Darauf folgten vier Nachbeben mit Stärke zwischen 2,3 und 2,8 auf der Richterskala, berichtete der Direktor des Instituts für Geologie und Vulkanologie (INGV), Alberto Michelini.

In Neapel liefen Menschen in Panik auf die Straßen, viele von ihnen wollten aus Angst vor weiteren Erdstößen die Nacht im Freien verbringen. Feuerwehrposten wurden von hunderten Anrufen überflutet. Es seien jedoch keine Verletzte gemeldet worden, versicherte Neapels Bürgermeister Luigi De Magistris. Italiens Premier Enrico Letta verfolgte die Lage in der Vesuvstadt.

Ein Erdstoß der Stärke drei auf der Richterskala wurde bereits Sonntag früh auch in der Stadt Gubbio in Umbrien registriert. Auch in diesem Fall wurden keine Schäden gemeldet.

Das Epizentrum des Erdbebens lag unweit des Raumes, der bereits von einem schweren Erdstoß am 23. November 1980 belastet worden war. In den Provinzen Avellino, Benevento, Caserta, Neapel, Potenza und Salerno - in der Region Irpinien - starben damals 2.735 Personen, 8.850 wurden verletzt, rund 300.000 obdachlos.

Italien war auch im Mai 2012 von zwei starken Erdbeben betroffen gewesen. Damals waren im Raum von Ferrara in der Region Emilia Romagna 27 Menschen ums Leben gekommen, 14.000 Personen wurden obdachlos. In der mittelitalienischen Region Abruzzen mit ihrer Hauptstadt L'Aquila riss ein Erdbeben im April 2009 rund 300 Menschen in den Tod. Nach unterschiedlichen Messungen lag die Stärke zwischen 5,8 und 6,3. Mehr als 10.000 Häuser wurden zerstört oder stark beschädigt, etwa 50.000 Menschen obdachlos. (APA, 29.12.2013)

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