Gute Vorsätze

Kolumne29. Dezember 2013, 18:07
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Unternehmen und wie ihre Vorsätze fürs neue Jahr lauten könnten

Der nahe Jahreswechsel hat manche Unternehmen dazu bewogen, ihre guten Vorsätze für 2014 offenbar noch heuer in die Tat umzusetzen. Für McDonalds scheint das die Einsicht zu sein, die Konsequenzen von Fast-Food-Konsum in Zukunft nicht mehr kleinreden zu wollen: Vergangene Woche wurde, wie berichtet, eine Internetseite der Laberl-Firma bekannt, in der das klassische Junk-Menü aus Cheeseburger, Pommes und Cola ohne Umschweife als "ungesund" charakterisiert und die erhebliche "Herausforderung" thematisiert wird, sich in einem Fast-Food-Outlet überhaupt mit gesunder Nahrung versorgen zu können.

Man möchte sich mehr solche Beispiele für Unternehmenskommunikation wünschen, die ihre Adressaten ernst nimmt, statt sie aus Prinzip für minderbemittelt zu verkaufen.

Für die Bundesregierung zu empfehlen wäre etwa der Slogan "Vorwärts in den Stillstand - wir wollen's nicht kapieren".

In anderen Fällen wären nur klitzekleine Änderungen notwendig, um bekannte Sprüche mit der Kraft der Wahrheit aufzuladen: "Haribo macht Kinder froh - und den Zahnarzt ebenso". Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Es steht halt zu befürchten, dass viele noch davor zurückschrecken, sich so lauter zu präsentieren.

Wo die Hoffnung angesichts einer neuen, um Klarheit und Wahrhaftigkeit bemühten Führung aber lebt, ist in der Kirche: "Frauen als Priester - ganz sicher ab St. Nimmerlein!" (corti, DER STANDARD, 30.12.2013)

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    foto: apa/punz
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