Zentralafrika: Tschad evakuiert nach religiöser Gewalt seine Bürger

29. Dezember 2013, 08:30
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Rund 4.000 Tschader bereits in die Heimat zurückgekehrt

Bangui/N'Djamena - Der Tschad evakuiert wegen der eskalierenden Gewalt zwischen Christen und Muslimen in Zentralafrika seine Bürger aus dem Nachbarland. Hunderte Menschen versuchten am Flughafen von Bangui an Bord einer der Sondermaschinen zu gelangen, rund 4.000 sollen die ehemalige französische Kolonie bereits verlassen haben.

Auf dem von französischen Soldaten gesichertem Flughafengelände haben Zehntausende Zuflucht vor den Kämpfen gesucht, bei dem allein in diesem Monat mehr als 1.000 Menschen getötet wurden. Eine 31-jährige Frau sprach am Samstag von einer beispiellosen Barbarei. "Der Teufel hat von unserem Land Besitz ergriffen." In Zentralafrika sind mehr als 800.000 Menschen auf der Flucht.

Muslimische Seleka-Rebellen hatten im März die Macht in Zentralafrika übernommen. Als Reaktion bildeten Christen Milizen. Da viele Seleka-Kämpfer aus dem Tschad stammen, greifen die christlichen Gruppen gezielt die Bürger des nördlichen Nachbarn an. In Zentralafrika sind inzwischen 1.600 französische und fast 4.000 Soldaten der Afrikanischen Union stationiert. Sie haben der Gewalt zunächst nicht Einhalt gebieten können. (APA, 29.12.2013)

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