Jemen: Stammeskämpfer verüben Anschlag auf Ölpipeline

28. Dezember 2013, 11:12
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Produktion nach Sprengstoffangriff zunächst gestoppt

Sanaa - Stammeskämpfer haben am Samstag im Jemen einen Sprengstoffanschlag auf eine Ölpipeline des Landes verübt. Der Angriff auf die von mehreren ausländischen Firmen betriebene Leitung erfolgte bei der Stadt Shahr in der südwestlichen Provinz Hadramaut, so ein Behördenvertreter. Die Ölproduktion in der Region, wo die Pipeline zwischen dem Ölfeld Masila und dem Hafen von Al-Daba verläuft, wurde gestoppt.

Bei den Angreifern handelte es sich den Angaben zufolge um eine Allianz aus mehreren Stämmen, die in der betroffenen Provinz leben. Demnach deponierten sie einen Sprengsatz unter der Pipeline. Das Ausströmen von Öl nach der Explosion sei gestoppt worden. Dem Behördenvertreter zufolge werden durch die Pipeline täglich etwa 120.000 Barrel (knapp 19.100 Kubikmeter) Öl gepumpt.

In der Region gibt es gewaltsame Proteste gegen die Regierung in Sanaa, seitdem Anfang Dezember der Stammeschef Said ben Habrish bei Kämpfen mit der Armee getötet wurde. In Hadramaut wurden am Freitag zwei mutmaßliche Mitglieder der Extremistengruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) bei einem US-Drohnenangriff getötet. (APA, 28.12.2013)

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