Anna Fenninger überstrahlt in Lienz alle

28. Dezember 2013, 10:50
130 Postings

Triumph im Riesentorlauf vor Schwedin Lindell-Vikarby und US-Läuferin Mikaela Shiffrin - Zettel Vierte und zweitbeste der ansonsten enttäuschenden ÖSV-Damen

Lienz - Anna Fenninger hat am Samstag den Riesentorlauf in Lienz in 2:17,00 Minuten für sich entschieden und ihren fünften Weltcup-Triumph fixiert. Kurioser Weise hat sie damit schon ihr drittes Rennen an einem 28. Dezember (2011 in Lienz und 2012 am Semmering) gewonnen und somit einen Hattrick erzielt. Auf Platz zwei landete die Halbzeitführende Jessica Lindell-Vikarby aus Schweden mit einem Rückstand von einer halben Sekunde, Dritte wurde Mikaela Shiffrin (USA/+0,51 Sek.). Bereits zum dritten Mal in dieser Saison nur auf Platz vier landete Kathrin Zettel, die nach dem ersten Lauf noch Dritte war.

Als einzige weitere ÖSV-Starterin klassierte sich Eva-Maria Brem auf Rang 23. Ramona Siebenhofer (31.), Carmen Thalmann (36.), Rosina Schneeberger (37.), Stefanie Köhle (41.) und Elisabeth Görgl (43.) konnten sich nicht für die Entscheidung qualifizieren. Michaela Kirchgasser und Andrea Fischbacher schieden wie die Schweizerin Lara Gut bereits im ersten Lauf aus.

Stark fuhr Shiffrin, die vor zwei Jahren im Lienz-Slalom das erste Mal in ihrer Karriere auf das Podest gekommen war, aber auch die Italienerinnen zeigten mehrfach auf. Sieben waren im Finale mit dabei, alle kamen in die Top 16, beste war Nadia Fanchini als Fünfte.

Materialglück

Fenninger landete einen Glücksgriff, als sie wieder die Latten von Sölden anschnallte, mit denen sie als Vierte das beste Saisonergebnis in dieser Disziplin gefeiert hatte. "Ich finde es so witzig und unglaublich, dass es immer wieder am 28. Dezember funktioniert. Es ist überwältigend, dass es heute geklappt hat, ist das Schönste", sagte die 24-Jährige

Im Gesamtweltcup ist Fenninger schon Zweite hinter Val d'Isere-Siegerin Tina Weirather (17.), auf die Liechtensteinerin fehlen ihr nur zwölf Punkte. Dritte ist die Schweizerin Lara Gut, die im ersten Durchgang ausschied. "An den Gesamtweltcup denke ich nicht. Wenn ich den nicht im Kopf habe, dann funktionierts", meinte Fenninger, die in dieser Saison in Speedbewerben bereits viermal am Podest war.

Nach dem Regen und Neuschneemengen der vergangenen Tage und den kalten Temperaturen in der Nacht hatten die Organisatoren eine harte Piste präpariert. "Es war schon schwierig, die Piste war sehr hart, aber es war wirklich cool zum Fahren", so Fenninger. 

Spannende Olympia-Qualifikation

In Hinblick Olympia-Qualifikation gab es abgesehen von Brem wenig neue Aufschlüsse. Mit Ausnahme von Zettel und Fenninger hat es in dieser Saison noch keine ÖSV-Läuferin in die Top 10 geschafft, die weiteren besten Ränge waren ein 13. durch Fischbacher, sowie 15. durch Brem und Siebenhofer. Am konstantesten aus dem Pool der für Sotschi Hoffenden war Brem. Möglich ist auch, dass ein Startplatz an eine Läuferin geht, die in anderen Bewerben am Start ist, was für Kirchgasser und auch für die mit sich hadernde Görgl spricht. "Ich habe keinen einzigen Schwung getroffen und mich nicht wohlgefühlt. Es passt momentan überhaupt nicht zusammen", so Görgl. (APA/red, derStandard.at, 28.12.2013)

Ergebnis: RTL in Lienz

  • Dritter Weltcupsieg für Fenninger auf österreichischem Schnee.
    foto: apa/ techt

    Dritter Weltcupsieg für Fenninger auf österreichischem Schnee.

  • Davor stand die 24-Jährige schon einmal in Lienz (2011) und am Semmering (2012) ganz oben, jeweils am 28. Dezember.
    foto: reuters/leonhard foeger

    Davor stand die 24-Jährige schon einmal in Lienz (2011) und am Semmering (2012) ganz oben, jeweils am 28. Dezember.

Share if you care.