Wiener Wohnungsmarkt soll sich 2014 entspannen

27. Dezember 2013, 18:27
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Makler EHL sagt für das Jahr 2014 einen moderaten Preisanstieg in Wien voraus

Wien - Nach einigen Jahren mit teilweise zweistelligen Zuwächsen bei Mieten und Wohnungspreisen ist 2014 Entspannung angesagt. "Im Großraum Wien werden die Wohnungskosten nur mehr moderat, also in etwa im Ausmaß der allgemeinen Inflation steigen, der Nachfrageüberhang wird aber dafür sorgen, dass die Preise nicht unter Druck kommen und auch kein nennenswerter Leerstand entstehen wird", sagte Sandra Bauernfeind, Leiterin der Wohnungsabteilung vom Immobilienvermarkter EHL. Ihre Abteilung vermittelt pro Jahr in Wien an die 800 Mietwohnungen und wickelt 400 Eigentumsdeals ab.

"Aber der Wohnungsmarkt hat eine solide Basis mit weiterhin positiven Perspektiven und wird Investoren auch in Zukunft solide Renditen bringen." Auf der Nachfrageseite sei die Entwicklung vor allem im unteren bis mittleren Preisbereich, also bei Kaufpreisen bis rund 400.000 Euro, überdurchschnittlich gut. Auch große Wohnungen in der gehobenen Preiskategorie ab etwa 750.000 Euro werden weiterhin gesucht, hier seien aber die Ansprüche der Kaufinteressenten an die Objekte deutlich gestiegen. "Die Leute schauen genauer hin und sind weniger kompromissbereit", sagt Bauernfeind zum Standard. Die gehobenen Preise hätten ein Niveau erreicht, bei dem das Gesamtpaket passen müsse.

Etwas zurückhaltender sei die Nachfrage nach dem Mittelsegment. Hier mache sich die restriktive Kreditvergabe seitens der Banken bemerkbar, die die Fremdfinanzierungen für Wohnungen in diesem Kostenbereich eher schwierig mache. Dennoch werde jetzt, anders als in der Vergangenheit, wieder Fremdkapital beigemischt, so die Expertin. Differenziert sei die Entwicklung im absoluten Luxussegment. "Wirklicher Luxus wird auch weiter gefragt und bezahlt werden", ist Bauernfeind überzeugt. "Wenn Immobilien-Entwickler meinen, dass viel Fläche und eine prominente Postleitzahl reichen, damit aber eigentlich nur Pseudoluxus bieten, wird die Vermarktung schwierig sein", so die Erfahrung Bauernfeinds. (cr, DER STANDARD, 28.12.2013)

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