AUA gibt Entwarnung, Piloten werden fliegen

27. Dezember 2013, 18:25
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Wien - Die AUA gibt für dieses Wochenende Entwarnung: Nachdem in der Weihnachtswoche fünf Langstrecken-Rotationen mangels Crew gestrichen werden mussten und 1441 Passagiere umgebucht werden mussten, soll es dieses Wochenende wieder einen reibungslosen Flugbetrieb geben. "In der Weihnachtswoche gab es doppelt so viele Krankenstände wie sonst" , sagte ein AUA-Sprecher. Im Raum steht eine abgesprochene Aktion der Piloten gegen die Sparpläne des Vorstands. Eine konzertierte Aktion des Betriebsrates sieht die AUA nicht.

Dass es sich um einen Bummelstreik handle, bezeichnete der Betriebsratschef des Bordpersonals, Karl Minhard als "absoluten Schwachsinn". Eine solche Protestaktion "würde ich nie organisieren - da würde ich mich strafbar machen", so Minhard. Schuld seien vielmehr Planungsfehler der Airline. Auf der von den Krankenständen betroffenen Boeing-767-Flotte gebe es drei bis vier Cockpit-Crews zu wenig, so Minhard. Es gebe außerdem keinen Grund für eine konzertierte Aktion. Man stehe nämlich mit dem Management in Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag und habe soeben erst die geplanten asiatischen Billigflugbegleiter verhindert.

Der Imageschaden für die AUA ist laut Minhard jedenfalls immens. Am 22. Dezember fiel ein Flug nach Dubai aus, einen Tag später musste die AUA die Flüge nach Toronto und Peking streichen und am Heiligen Abend fiel die Chicago-Rotation der Krankenstandswelle zum Opfer. Am Christtag musste erneut der Flug zwischen Wien und Peking abgesagt werden. Am Stephanitag ist es zu keinem weiteren Ausfall mehr gekommen.

Allerdings kam es parallel dazu aufgrund der winterlichen Wetterlage mit hartnäckigem Nebel zu starken Unregelmäßigkeiten im Flugbetrieb auf der Mittelstrecke. Einen Zusammenhang mit einer anderen Protestaktion im Lufthansa-Konzern sieht Thier nicht. Das Bodenpersonal der Lufthansa am Pariser Flughafen Roissy Charles de Gaulle hatte sich am Donnerstag geschlossen krankgemeldet. Alle Lufthansa-Flüge von und nach Paris fielen aus. (APA, DER STANDARD, 28.12.2013)

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