Mit den Füßen im Schlamm, mit dem Kopf in den Sternen

27. Dezember 2013, 18:10
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Der Franzose Francis Mourey gewann zum siebenten Mal im Schlamm von Dagmersellen

Dagmersellen/Wien - Der milde Winter begünstigt eine Sportart, der zumindest in Österreich nach dem Siegeszug der Mountainbikes das Aussterben droht. Um die vorletzte Jahrhundertwende kamen an der französischen Riviera Querfeldeinrennen in Mode, in denen die Radsportler abseits kommoder Straßen vorsaisonal über Stock und Stein und mit nur gering modifizierten Arbeitsgeräten an ihrer Kondition und Steuertechnik feilten.

Die ersten einschlägigen nationalen Meisterschaften fanden 1912 in der Schweiz statt. Mehr als hundert Jahre später, am Stefanitag 2013, gewann der Franzose Francis Mourey zum siebenten Mal im Schlamm von Dagmersellen (Kanton Luzern) eines der traditionsreichsten Rennen.

Die Stars der Szene, allen voran Weltmeister Sven Nys (37), kommen aus Belgien. In Österreich ist derzeit der 44-jährige Steirer Johann Fuchs das Maß aller Dinge. Am Sonntag steigt mit dem Seibersdorfer ein Rennen in der Brigittenauer Bucht zu Wien, das zu einem Bewerb mit dem klingenden Namen BernhardKohlShop-Cup zählt. Am 12. Jänner steigt ebenda die Meisterschaft. (lü, DER STANDARD, 27.12.2013)

  • Schultern oder Runtertreten, das war auch querfeldein in Dagmersellen die Frage.
    foto: epa/sigi tischler

    Schultern oder Runtertreten, das war auch querfeldein in Dagmersellen die Frage.

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