Südsudan: Rebellen stellen Bedingungen für Gespräche

28. Dezember 2013, 13:26
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Freilassung von festgenommenen Politikern gefordert - Kämpfe dauern an

Juba/Kampala - Die Kämpfe im Südsudan dauern ungeachtet aller Appelle zu direkten Verhandlungen der Konfliktparteien an. Das bestätigte der Vize-Außenminister Ugandas, Henry Okello Oryem, der Agentur dpa am Samstag in Kampala. Die Rebellen stellten indes Bedingungen für ein Einstellen des Feuers.

Oryem hatte an dem Sonder-Gipfeltreffen der ostafrikanischen Regionalorganisation IGAD am Freitag in Nairobi teilgenommen, bei der es um eine politische Lösung für den Südsudan ging.

Der Anführer der Rebellen, der ehemalige südsudanesische Vizepräsident Riek Machar, wies inzwischen die Forderung des Gipfels nach Beendigung der Kampfhandlungen und Verhandlungen zurück. Von elf verbündeten Politikern in Haft seien erst zwei freigelassen worden, sagte Machar am Freitag dem britischen Sender BBC. Damit seien die Bedingungen für einen Waffenstillstand noch nicht erfüllt. Die Regierung des südsudanesischen Präsidenten Salva Kiir beschuldigt die Inhaftierten des Putschversuchs.

Bei den seit zwei Wochen andauernden Kämpfen sind Hunderte von Menschen getötet und mindestens 120.000 Menschen zur Flucht gezwungen worden. (APA, 28.12.2013)

  • Flüchtlingscamp im Südsudan, das von südkoreanischen UN-Soldaten mit Wasser versorgt wird.
    foto: apa/epa/yna

    Flüchtlingscamp im Südsudan, das von südkoreanischen UN-Soldaten mit Wasser versorgt wird.

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