UniCredit verkauft Cerberus Paket mit faulen Kredite

27. Dezember 2013, 10:50
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Mailand/New York - Bawag-Hauptaktionär Cerberus hat von der Bank Austria-Mutter UniCredit ein Paket mit faulen Krediten im Wert von 950 Mio. Euro erworben. Die Operation sei Teil der Strategie von UniCredit, sich von nichtstrategischen Assets zu trennen, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore".

Ähnliche Operationen planen in Italien dem Blatt zufolge die toskanische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) und auch der Banco Popolare. Wegen der Rezession und der Firmenpleiten sind die faulen Kredite gestiegen, was die Banken im Land weiter belastet.

Nach Angaben der Bankenvereinigung ABI betrugen die notleidenden Kredite in dem Land im Oktober 147,3 Mrd. Euro, das waren 27,5 Mrd. Euro mehr als im Vergleichsmonat 2012 und 100 Mrd. mehr gegenüber Ende 2007.

Zahl der Kredite in Italien steigt

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen stünden weiter unter Druck, und deshalb werde es für eine Entspannung bei den Kreditforderungen der Banken noch länger brauchen, hieß es im ABI-Bericht. Italiens Firmen haben derzeit mit der längsten Krise seit Kriegsende zu kämpfen und können deshalb oft ihre Kredite nicht mehr oder nicht zeitgerecht bedienen. Die notleidenden Kredite machen derzeit 7,7 Prozent aller Kredite aus.

Wegen der schwierigen Wirtschaftslage werden in Italien auch immer weniger neue Kredite aufgenommen. Im November kam es zu einem vierprozentigen Rückgang. Das war der stärkte Rückgang der letzten 14 Jahre.

Profi-Investoren, namentlich international agierende Hedge Fonds, kaufen seit längerem den Geschäftsbanken Kreditpakete und "komplexe Strukturen" ab, die damit deren Bankbilanzen nicht länger belasten. (APA, 27.12.2013)

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