Streit um Verlegung von US-Stützpunkt auf Okinawa beigelegt

27. Dezember 2013, 06:26
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Gouverneur der Insel gab Widerstand auf

Das jahrelange Tauziehen um die Verlegung des US-Militärstützpunkts auf der japanischen Insel Okinawa ist offenbar endgültig beendet. Wie das japanische Verteidigungsministerium am Freitag mitteilte, gaben die Behörden von Okinawa ihren Widerstand gegen einen Umzug des mitten in einer dicht besiedelten Region liegenden Stützpunkts Futenma an die dünner besiedelte Nordküste auf.

Gouverneur Hirokazu Nakaima gab demnach Grünes Licht für die notwendigen Vorarbeiten an dem neuen Standort. Das unterzeichnete Dokument sei in der Früh in der Vertretung des Verteidigungsministeriums auf Okinawa eingetroffen.

Kriminalität, Lärmbelästigung und Unfälle

Der US-Stützpunkt ist bei der Bevölkerung von Okinawa äußerst unbeliebt. Während die einheimische Wirtschaft von der Truppenpräsenz profitiert, klagen viele Anrainer über steigende Kriminalität, Lärmbelästigung und Unfälle. Ein Großteil der in Japan stationierten US-Soldaten ist auf der Insel im Einsatz. Für Washington ist sie vor allem wegen ihrer Nähe zu China, Taiwan und der koreanischen Halbinsel von strategisch großer Bedeutung.

Nakaima hatte seinen Widerstand erst in dieser Woche nach einem Treffen mit Ministerpräsident Shinzo Abe aufgegeben. Dieser sagte dem Gouverneur zu, die Wirtschaft der Insel bis 2021 jährlich mit großzügigen Finanzspritzen zu unterstützen. Nakaima wollte sich später am Tag selbst zu seiner Entscheidung äußern. Der Stützpunkt-Streit hatte über Jahrzehnte immer wieder die Beziehungen zwischen Tokio und Washington belastet.

Die USA unterhalten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs Militärstützpunkte auf Okinawa. (APA, 27.12. 2013)

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