Starker Föhn sorgte in Westösterreich für Feuerwehreinsätze

25. Dezember 2013, 09:54
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In Vorarlberg fiel der Strom am Heiligen Abend aus

Bregenz/Partenen/Innsbruck - Über 40 Einsätze hat die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Vorarlberg (RFL) zwischen Heiligem Abend und dem frühen Vormittag des Weihnachtstages aufgrund des heftigen Föhnsturms verzeichnet, der über die Alpen fegte. Personen kamen keine zu Schaden. Auch in Tirol hielt der starke Sturm die Feuerwehren in Atem. Die Polizei meldete Sachschäden. Verletzt wurde niemand.

Die Vorarlberger Gemeinde Partenen im Montafon war am Heiligen Abend etwa 15 Minuten ohne Strom, nachdem ein Baum auf eine Hochspannungsleitung gefallen war.

Umgestürzte Bäume

Der Stromausfall traf die Bewohner des Bergdorfes zu einer Zeit, als die viele Feiern im Familienkreis bereits zu Ende waren. Der Föhn hatte den Baum im Ortsteil Loch um 22.54 Uhr entwurzelt. Techniker der Vorarlberger Illwerke erdeten die Hochspannungsleitung, danach konnte der Strom wieder eingeschaltet werden. Die Feuerwehr Partenen war mit 25 Mann für Absicherungsarbeiten im Einsatz. Personen waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Bis 7.00 Uhr waren bei der RFL 32 Schadensmeldungen aus allen Landesteilen eingegangen, bis 9.00 Uhr bereits weitere 14. Vor allem wegen umgestürzter Bäume oder Gerüste oder herabgefallenen Ästen standen die Feuerwehren im Einsatz. Die Auswirkungen hielten sich allerdings in Grenzen.

Lawinengefahr auf Stufe 2

Die Lawinengefahr in Vorarlberg blieb für den 1. Weihnachtsfeiertag vorerst auf Stufe 2 - in höheren Lagen stellenweise erheblich, sonst überwiegend mäßig. Der Föhn mit Orkanböen sollte bis zum Nachmittag nachlassen, Tourengehern wird jedoch weiterhin höchste Vorsicht angeraten. Durch die Schneeverfrachtungen entsehen oberhalb von 2.000 m störanfällige Tiefschneepakete, die schon bei geringer Zusatzbelastung als Lawinen abgehen können.

In den Skitourengebieten herrschten ungünstige Verhältnisse. Auf der fünfteiligen Gefahrenskala wurde der Wert "3" erreicht. Für Süd- und Osttirol wurden größere Schneemengen in der Nacht zum Stephanitag vorausgesagt.

Die Lawinengefahr oberhalb von 2.000 Metern bestand vor allem in Triebschneehängen und Kammlagen, bevorzugt in den Hangrichtungen von West über Nord bis Ost. Vorsichtig zu beurteilen seien eingewehte Rinnen und Mulden sowie allgemein die Übergänge von viel zu wenig Schnee, warnten die Experten des Landes.

Bis Donnerstag bildet sich Tief

Der starke bis stürmische Südföhn verfrachtete große Mengen an lockerem Altschnee und zunehmend auch den einsetzenden Neuschnee. Dadurch würden ständig neue Triebschneeansammlungen gebildet. Neuschnee und Triebschnee überdeckten zumeist eine aufbauend umgewandelte, lockere und damit schwache Altschneedecke. Die Störanfälligkeit sei daher "hoch, Lawinen können relativ leicht ausgelöst werden".

Laut ZAMG-Wetterdienststelle Innsbruck soll sich bis Donnerstag ein Italientief bilden, an der Alpensüdseite seien starke Niederschläge zu erwarten. Am Freitag wurde mit Zwischenhocheinfluss gerechnet. (APA, 25.12.2013)

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