Das wird das Wissenschaftsjahr 2014 bringen

23. Dezember 2013, 18:51
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Prognosen sind immer schwierig, zumal jene über die künftigen Entdeckungen und Durchbrüche der Wissenschaft.

Ziemlich sicher kann man immerhin vorhersagen, dass es in der Teilchenphysik eher nicht zu sensationellen Erkenntnissen kommen wird: Der Teilchenbeschleuniger LHC am Cern bei Genf wird 2014 weiter umgebaut und "aufgerüstet".

Das Wissenschafts-Highlight des Jahres könnte die Europäische Weltraumorganisation Esa liefern: nämlich die geplante erste Landung einer Raumsonde auf einem Kometen. Im Jänner wird die Sonde Rosetta aus ihrem jahrelangen Tiefschlaf geweckt, im Sommer soll sie in eine Umlaufbahn um den Kometen Tschurjumow-Gerasimenko einschwenken und erstmals einen Kometenkern direkt und über lange Zeit untersuchen, ehe im November ein Landegerät abgesetzt wird.

Die große forschungspolitische Neuerung auf europäischer Ebene ist der Start des neuen Rahmenprogramms unter dem Titel "Horizon 2020", das für die nächsten sieben Jahre 80 Milliarden Euro vergeben wird und die globale Wettbewerbsfähigkeit der EU durch mehr Forschung und Innovation stärken soll.

Klima und Kristallografie

Wenig riskant ist auch die Vorhersage, dass 2014 der Bericht des Weltklimarats vollständig vorliegen wird. Nach der Veröffentlichung des ersten Teils im Herbst sollen im Frühjahr 2014 Teil zwei und drei sowie im Oktober der zusammenfassende Synthesebericht publiziert werden.

Ganz sicher wird 2014 auch noch das von den Vereinten Nationen erkorene Internationale Jahr der Kristallografie werden. Der Grund: 1914 wurde der deutsche Physiker Max von Laue für die Entdeckung der Beugung von Röntgenstrahlen an Kristallen mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet.

Auch in Österreich sind aus diesem Anlass einige Veranstaltungen geplant. Landesweit wird nach einem Jahr Pause auch wieder eine "Lange Nacht der Forschung" zu erleben sein. Termin ist der 4. April.(tasch/APA, DER STANDARD, 24.12.2013)

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